Mathias Engling

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Mathias Engling

Bewerbung als Landesvorsitzender

MatzeMatze

Ich bin grün, sozial und voller Optimismus

Seit fast drei Jahren arbeite ich in Hamburg und erlebe seitdem den Unterschied zwischen der pulsierenden Metropole Hamburg und dem ländlichen Raum um Grevesmühlen hautnah mit. Nicht nur wegen der Arbeit entscheiden sich immer mehr Menschen für Hamburg und gegen Mecklenburg-Vorpommern. Nein, fast in allen Lebensbereichen erlebe ich wie die ländliche Region abgehängt wird. Sei es die medizinische Versorgung, kulturelle Angebote, ein funktionierende ÖPNV oder eine schnelle Breitbandversorgung. Ich möchte das Mecklenburg-Vorpommern eine Zukunft bekommt, dafür braucht es wieder starke Grüne in unserem Land. Ich glaube fest daran, dass eine bessere Zukunft für MV möglich ist, wenn wir jetzt handeln.

Deshalb bewerbe ich mich für den Landesvorsitz von Bündnis 90 / Die Grünen mit drei klaren Grundsätzen:

grün, sozial und optimistisch

 

Mathias Engling Baumstamm

Grün

Wir alle wissen um die Auswirkungen des Klimawandels. Wir sind die erste Generation, die hautnah miterlebt was der Klimawandel bedeutet. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die etwas dagegen unternehmen kann. Dennoch fühle ich mich oft hilflos mit der Frage was ich als Einzelner dagegen unternehmen kann. Darf ich im Restaurant noch Fleisch bestellen, wo kommt es her und wie wurde es produziert? Woher kommt das Gemüse aus dem Supermarkt, wie sind die Anbaubedingungen für Mensch und Natur? Kann ich mit dem Auto zur Arbeit fahren oder lieber mit der Bahn, aber brauche dafür eine Stunde mehr jeden Tag.
Kann ich alle Konsequenzen meines Konsums überhaupt überblicken?

Ich bin der Überzeugung, dass die Menschen in unserem Land den Klimawandel stoppen wollen, aber sie sind in Ihrem Alltag damit oft überfordert. Häufig fehlen Ihnen die relevanten Informationen und Optionen. Deshalb muss die Politik die Rahmenbedingungen setzen, damit wir als Gesellschaft die ökologische Wende schaffen.

Aber diese Rahmenbedingungen setzt die Politik nicht nur durch Gesetze, sondern auch in dem sie Angebote schafft. Angebote, wie einen landesweiten ÖPNV Tarif und bessere Verbindungen, Radschnellwege vom Umland in die Städte unseres Landes oder Windparks, an denen Bürger und Gemeinden wirklich mitverdienen.

Das ist das GRÜN für das ich streite!

 

Sozial

Die Bewerbung als Landesvorsitzender der Grünen in Mecklenburg-Vorpommern ist für mich keine Selbstverständlichkeit.
Ich wurde 1987 in Grevesmühlen geboren, habe am „Gymnasium am Tannenberg“ das Abitur gemacht. Danach habe ich in Wismar als erster meiner Familie studiert. Das ist in unserer heutigen Gesellschaft alles andere als selbstverständlich. Meine Mutter ist von Beruf Buchhalterin, mein Vater arbeitet als Versicherungsvertreter, mein Bruder war früher KFZ-Mechaniker und ist heute Abteilungsleiter in einer Pflegeinrichtung. Als Arbeiterkind war vieles an der Uni neu und unbekannt. Ich hatte unzählige Fragen, keine davon konnten meine Eltern beantworten. Trotzdem habe ich den Bachelor und den Master der Wirtschaftsinformatik erfolgreich abgeschlossen. Als Student bin ich zudem als erster meiner Familie politisch aktiv geworden und bei den Grünen eingetreten. Diese Erfahrungen prägen mich bis heute.

Der soziale Aufstieg gelingt immer weniger Menschen in unserer Gesellschaft. Viele Menschen haben trotz Arbeit Angst vor dem sozialen Abstieg. Deshalb streite ich für eine Gesellschaft in dem jeder den gleichen Zugang zur Bildung und Teilhabe an der Gesellschaft hat. Der soziale Aufstieg darf nicht nur eine Geschichte sein, sondern muss Realität werden.

Ich möchte nicht nur kostenfreie Kitas, sondern auch bessere Betreuungsschlüssel in unserem Land. Über den Lebensweg sollten Talent und Fleiß entscheiden, nicht die Herkunft. Wir benötigen eine Bürgerversicherung, in die alle einzahlen. Wir brauchen bessere Verdienstmöglichkeiten im Land. Aber wir benötigen nicht nur gute Löhne, sondern auch bessere Bedingungen für Selbstständige und Freiberufler.

Ich möchte mit euch für eine Gesellschaft eintreten, in der ein sozialer Aufstieg noch möglich ist und niemand Angst vor Armut haben muss. Denn nur wenn wir den Menschen die Angst vor einem sozialen Abstieg nehmen, können wir die Spaltung der Gesellschaft stoppen und finden eine breite Unterstützung für einen Wandel hin zu einer ökologischen Wirtschaft.

CSD Schwerin

Optimismus

Wir erleben turbulente Zeiten, wir sehen den rechten Mob durch Chemnitz randalieren, in Wismar werden Flüchtlinge krankenhausreif geprügelt. Wir erleben Shitstorms und all den Hass der AFD in den sozialen Netzwerken. Und dennoch bin ich ein Optimist, weil ich der festen Überzeugung bin, dass wir eine bessere Zukunft für alle Menschen schaffen können. Blicken wir doch zum Vergleich in das Jahr meiner Geburt, 1987. Eine Mauer trennt West- und Ostdeutschland, Homosexuelle müssen ihre Liebe zueinander noch verstecken und Integration war noch ein Nischenthema. Und heute? Eine Kanzlerin regiert seit 13 Jahren die Bundesrepublik und sagt „Der Islam gehört zu Deutschland“ und homosexuelle Paare können endlich heiraten. Das war 1987 alles völlig undenkbar. Das ist auch der Verdienst von Bündnis 90 / Die Grünen. Denn auch wenn nicht alle diese Veränderungen von uns umgesetzt wurden, haben wir über Jahrzehnte für Minderheiten und eine offene und freie Gesellschaft gekämpft und am Ende diese Positionen in die Mitte der Gesellschaft getragen. Wir haben diese Welt besser gemacht.

Deshalb sage ich, es ist nicht alles schlecht in diesem Land. Aber wir stehen vor großen Herausforderungen und müssen jetzt endlich etwas ändern, damit wir auch morgen gut leben können.

Dafür braucht es drei klare Grundsätze: grün, sozial und optimistisch.

Dafür trete ich als Landesvorsitzender an.